Todesfeld

Ich ging in die Hölle, ich zog in die Schlacht
Ich dachte, ich könnte etwas bewegen
Und als es vorbei war, stand ich im Regen
Und hatte vor Angst in die Hosen gemacht

Der Donner verklungen, das Todesfeld still
Die Krähen pickten das But von den Leichen
Ich setzte mich nieder bei drei alten Eichen
Ich schaute und sah, was kein Mensch sehen will

Denn außer den Krähen hat sich nichts mehr geregt
Starr glotzen die Augen der toten Soldaten
Und manch einer, der hatte Heldentaten
Tun wollen, lag stumm und hatte gar nichts bewegt

Ich blickte weit über das Trümmerfeld
Wo Freund und Feind nun im Tod vereint lagen
Welche Seite hatte hier welche geschlagen?
Ich weinte und verfluchte diese grausame Welt.

One thought on “Todesfeld

  1. Meine Einsendung beim Gedichtewettbewerb 2001 der Bibliothek des Deutschsprachigen Gedichts. Habe aber nichts gewonnen und wurde nicht für die Publikation ausgewählt.

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