Fliegen – Ein Experiment

Ich wollte immer schon fliegen
Wie ein Adler frei sein
Den Wind in den Flügeln spüren
Den blauen Himmel berühren
Abheben und dabei mein
Eigenes Beengtsein besiegen

Ich wollte immer schon fliegen
Von ganz oben die Welt überschaun
Auf eine Weise, die niemand verstand
Der nicht selbst einmal hoch über dem Land
Schwebte, und voller Gottvertraun
Die Erde sah unter sich liegen

Ich wollte immer schon fliegen
Die letzte Leichtigkeit erfahren
Und frei sein, ein König der Lüfte
In tausend Metern Höhe die Düfte
Der Welt wahrnehmen und bewahren
Und mich auf dem Sturmwind wiegen

Ich wollte immer schon fliegen
Es läßt mich den Zwang der Zeilen vergessen, ich bin frei
frei wie ein Vogel
der sich in die Lüfte erhebt
und immer höher
immer höher schwebt
bis er den
Himmel erreicht
war
doch
l e i c h t

Und erst nach der Landung
Spüre ich die Zwänge der Welt
Spüre ich die wüste Brandung
Der Wellen an meine Klippen
Die Welt droht mich umzukippen
Und ich steige wieder hinauf
Lasse der Welt ihren Lauf
Sie wird mich nicht kriegen
Weil mir der Himmel besser gefällt
Ich wollte immer schon fliegen

3 thoughts on “Fliegen – Ein Experiment

  1. Daieses Gedicht hat eigentlich ein besonderes Zeilenlayout für die vierte Strophe, das ich im Blog leider nicht hinkriege. Bei Interesse einfach bei mir melden.

  2. Das hier war eigentlich eine „Auftragsarbeit“, also nicht mein ureigenstes Inneres…
    Aber ich komme gern auf das Angebot zurück!

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