Siebenatz

Dieses Blatt hat unten noch Platz
Für noch ein paar Zeilen, für noch einen Satz
Und weil’s so viel Spaß macht, reim ich jetzt auf Atz
Ich mach mit Elan auf die Reimwörter Hatz
Dann ist das Papier nicht ganz für die Katz
Die vorletzte Zeile gehört einem Spatz
Für sinnloses Reimen gibt’s einen vorn Latz!

Ich zähle bis drölf

Eins ist die erste Zahl
Zwei läßt mir schon die Wahl
Drei ist ganz kurz vor Vier
Vier – ab jetzt gibt es Bier
Fünf ist schon halbwegs rund
Sechs Uhr ist Abendstund
Sieben macht man mit Sand
Acht Finger, vier pro Hand
Nein ist gleich drei mal drei
Zehn hat der Stellen zwei
Elf Freunde müßt ihr sein
Zwölf Uhr – schon Mittag – fein!
Drölf ist schon ziemlich heiter
Ich zähl jetzt nicht mehr weiter.

Warten auf den Schnee

Während die anderen die leisen Flocken
Die den Winter ankündigen, ihn beginnen
Die, wenn sie tanzen, mit allen Sinnen
Wahrgenommen werden wollen,

Und die, wenn wir selber hocken
In der warmen Stube, und zusammen
Die Hände wärmen an den frischen Flammen
Des Kaminofens, und die vollen

Gläser mit heißer Bowle klingen
Und wir dabei alte Lieder singen,
Vor dem Fenster vorbeischweben,
Schon heute sehen, in vollem Leben

Bleibt für mich
Sicherlich
Nur das Warten
Bis die zarten
Flocken auch den Niederrhein
Einschnein.

A spark of genius, nothing more

This is the story of someone who would
Never tell you what he was up to, but he could
Do a lot of good things if he knew that he should
Do those things, but if not, he was up to no good.
Thus the story ends
Without even beginning
Because it depends
On the rhymes always winning
Just a play of words and
A trip to absurd land
Nothing fancy at all
Hit the wall
With a ball
And remember the fall
Is it autumn, my friend?
Is it close to year’s end?
And this poem, if it is one,
Will be finished, then it is done
So if you know how
Cut it now.
But somehow I do not want it to end
I am smelling the salty pang
Of weeping defeat, and to amend
This, let’s go out with a bang.

Meta-XA

Metareimerei, die hat es
Schon vor langer Zeit gegeben
Doch am Ende dieses Blattes
Wartet nicht das ewge Leben
Wartet nur Vergessen, wartet
Quälerei, die nur ausartet
Warum also Reime schreiben?

Reime sind die Kunst der Worte
Reime sind an jedem Orte
Stets willkommen, und die Verse
Die am Ende schließlich der Se-
Kunden Raub sind wohl geworden
Sie bekommen keinen Orden
Paarreim, Kreuzreim, soll’s so bleiben?

Manche Reime sind die guten
Alle andren müssen bluten
Fall’n zum Opfer jener Schere
Die noch öfter nötig wäre
War das sauber? Keinen Schimmer
Hab ich, doch das ist nicht immer
So, da will ich bunt es treiben

Hier geblieben, junger Leser
Der du diese Reime sichtest
Und grad wie ein Herr Verweser
Deine Aufmerksamkeit richtest
Auf all die Imperfektionen
Die dem Werke innewohnen
Daran wollen wir uns reiben

Dies ist kein Gedicht.
Und auf Sicht
Bleibt der Fehler erhalten
Und alles beim alten.