Ein Quantum Trost

Die Bootshauskneipe ist verlegt
Auf einen Tag davor
Und mancher hat sich aufgeregt
Darüber, das dies ist geschehn
Über den Tag, der vorgesehn
Als neuerer Termin
Manch Laut der Wut steigt schon empor
Es härmt sich manche Mien’

Schuld sind doch die Aktiven nur
Die allesamt verpeilt
Warn alle ganz neben der Spur
Sind anderswie fast alle fort
Fast alle an demselben Ort
Und habens nicht gesehn
Nun haben sie sich doch beeilt
Am Freitag muß es gehn!

Zwei können auch an dem Tag nicht
Und das ist schade doch
Ein kleiner Trost ist bald in Sicht
Denn der Prälat ist da im Nu
Und Catharina meint dazu
Das sei doch sicherlich
Ein großer Trost zumindest noch –
Darüber freu ich mich 🙂

Für Sophie

Allzeit treu zu Bund und Reich
So lautet Zollerns Wahlspruch hier
Doch manche Birne wurde weich
Nach allzuviel vom kühlen Bier
Und mancher wußt es nicht zu sagen
Was niemals nicht passieren darf
Sollt‘ etwa ich vergebens fragen?
Es kam, doch schwer wars, daher: Gnarf!

Kühl und still liegt drauß die Gasse
Mancher Regentropfen fällt
Wir arbeiten am fünften Fasse
Und zahlen dafür gar kein Geld
Die beste aller Bierfamilien
Hat gestern Zuwachs noch gekriegt
Erfolgreich wie am Ball Brasilien
Weil Qualität doch immer siegt.

So trinken hier die wack’ren Zecher
An Zollernsn schöner Kellerbar
Ganz leer sind noch die Aschenbecher
Weil mehr getrunken als geraucht worden war
Hier ist manch Faß und manche Flasch leer
Die Feier ist noch gut im Gang
Wir trinken sauber wie der Waschbär
Zollern-Breslau lebe lang!

Naturmensch II

Hast Du die Wirklichkeit darin erkannt
Und das Bild im Gedächtnis ganz tief eingebrannt?
Dieses Bild der Natur, dieser großen und wilden
Deren Drang es stets ist, alles neu umzubilden
Ein Bild zu verwerfen, ein neues zu schaffen
So wie ein Krieg mit vernichtenden Waffen
Und wir sind ein Teil einer kleinen Armee
Wie ein Tropfen nur in der tosenden See
Der Mensch ist ein Nichts in der großen Natur
Und auf Dauer verschwinden wir ganz ohne Spur
Und so ist es eben, die Wirklichkeit ist,
Daß die große Natur uns viel schneller vergisst
Als die Berge, die hohen
Als Wolkengestalten
Als feurige Lohen
Als große Gewalten
Als Stürme und Winde
Und uralte Bäume
Die unter der Rinde
Die ewigen Träume
Des Lebens bewahren
Die wir nie erfahren
Zu wenig an Jahren
Um nur einen klaren
Gedanken zu fassen
Uns leiten zu lassen
Und so bleibt in unserem menschlichen Leben
Die Wichtigkeit nur, die einander wir geben
Und das macht den Menschen aus.
Aus!