Bloody Friday

Puh, das war eine anstrengende Woche. Irgendwie war ich nur am Arbeiten, zumindest die ersten drei Tage, danach weniger. Montag langer Schultag, dann Chor; Dienstag Termin in Rheydt, dann etwas Schule, heimgefahren, an den Schreibtisch gesetzt und bis halb elf gearbeitet (brrrr…). Mittwoch wieder bis halb neun gearbeitet, aber doch eher, um den Donnerstag freizuschaufeln für eine Verabredung. Jetzt ist es Freitag, und die Woche schien wie im Flug zu vergehen.

Dafür habe ich mir dann heute beim Zubereiten des Abendessens kräftig in den Finger geschnitten, das heißt, ich habe mir ein großes Küchenmesser ungebremst in den Daumen gehauen (und wenn jemand Geschichten mit Blut nicht abkann, ist dies der Moment, mit dem Lesen aufzuhören.Zum Glück war es nicht das neue Zwillingmesser, das ich zu Weihnachten bekommen hatte – dann wäre der Finger abgewesen. Nein, es war nur das ältere Messer, aber auch das reichte für einen heftigen Schnitt, der dann auch kräftig blutete. Es tat nicht einmal weh, sah nur wüst aus und blutete vor sich hin. Ich habe mir erstmal mit Küchentüchern beholfen, während ich versuchte, ein geeignetes Pflaster zu finden – ich habe aber überhaupt kein Pflaster, das so eine Sauerei auffangen kann. Ich habe es dann nach einigen Minuten hinbekommen, den Fluss vorerst einzudämmen, und bin dann zur Notdienstpraxis im Bethesda gegangen, wo man mich nicht behandelte, sondern weiterschickte zur chirurgischen Ambulanz im Maria Hilf. Hätte ich das mal vorher gewußt – Das Maria Hilf ist von mir zuhause aus ein Stück näher als das Bethesda.

Also zurück, und zur Ambulanz. Dort wurde ich dann auch fachmännisch behandelt, mit mehreren Lagen. Pflasterstreifen zum Zusammenhalten der Wundränder, Pflaster drüber, Verband drum und dann nch ein Durckverband. Zum Anlegen wurde der Arm noch mit einer Blutdruckmanschette „abgeklemmt“, damit der Blutfluß nicht die Pflaster behinderte. Und jetzt trage ich einen Verband am Daumen, der dreimal so dick ist wie der Daumen, und es tut ein bisschen weh. Demnächst mache ich mal anweisungsgemäß den äußeren Verband ab und hoffe, dass alles hält – sonst muss ich nochmal zur Ambulanz, um das ganze nähen zu lassen.

Das Abendessen ist dann heute auch etwas anders ausgefallen als geplant, denn nach der Geschichte hatte ich keine Lust mehr, noch irgendetwas zu schneiden. Gab halt Gemüsefirkadellen vom Penny. Langweilig, aber egal. Futter eben. Und jetzt hänge ich noch auf der Couch herum und schaue Filme. irgendwann muss ich mich aufraffen und meine Sachenfür morgen packen. Ich sollte mal aufhören hier. Also gute Nacht, Welt.

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