Dauerregen

Hat es heute jemals nicht geregnet?
Ich schaue in das trübe Nass hinaus
Und mag auch mancher sagen, dass gesegnet
Die Erde ist damit – es ist ein Graus!
Die Nässe sackt durch jedwedes Gewebe
Durch alle Poren dringt die Trübnis ein
Ein graues Grausen heute, und ich lebe
Im Dämmern des Moments vom fahlen Schein.

SVWW

Heut fahrn die Jungs vom SC Preußen Münster
Nach Wiesbaden, und es tut wirklich weh
Daß manches lief zuletzt so richtig finster
Daß das Urteil vom Gericht des DFB
Es uns verbietet, auch dort hinzufahren
Ein Dank dem Bomber, der das hat verbockt
Das hatten wir noch nie in all den Jahren
Daß keiner da ist, wenn uns Preußen lockt

So bleiben wir daheim, und lesen Ticker
Und hören Radio und warten ab
Und drücken Daumen für unsere Kicker
Und kriegen Herzinfarkte nicht zu knapp
Ich selbst bin das gewohnt, weil ich ja selten
Zu Spielen fahre, kenn den Ticker gut
Vom Allesfahrer trennen mich ja Welten
Und trotzdem brennt in mir die Preußenglut

Drum hoffen wir auch heut wieder das Beste
Und wünschen uns so sehr, daß Preußen siegt
Hoffen auf Punkte für die einsamen Gäste
Und darauf, daß die Leere nicht schwer wiegt
Auch wenn wir nicht mitfahrn an diesem Tage
Im Geiste sind wir da, supporten viel
Wir wünschen Euch und uns heut, keine Frage,
Viel Glück, drei Punkte, und ein gutes Spiel!

Einmal „Oldschool“ durch die Liga

Wen wolln wir verdrücken?
1. FC Saarbrücken
wen schlagen wir zwischhendurch?
Jahn Regensburch
Wer weint den Punkten nach?
Kickers Offenbach
Wer fährt sieglos zurück?
VfL Osnabrück
Wer muß raus aus Liga Drei?
VfB Stuttgart II
Wem tun wir richtig weh?
Chemnitzer FC
Wem haun wir rein das Ding?
SpVgg Unterhaching
Wen ersticken wir im Keim?
1. FC Heidenheim
Wem wolln den Sieg wir mausen?
SV Sandhausen
Wer läßt die Punkte sausen?
Wacker Burghausen
Wem hilft kein Endspurt?
Rot-Weiß Erfurt
Wen störn Masuchs Paraden?
SV Wehen Wiesbaden
Wer siegt nicht in Westfalen?
VfR Aalen
Wer ist beim Preußensieg dabei?
SV Babelsberg 03
Wen haben wir gekreuzigt?
SV Darmstadt 98
Wen schießen wir aus der Arena?
Carl Zeiss Jena
Wen wolln wir verschmausen?
Rot-Weiß Oberhausen
Wer verliert null-drei?
Werder Bremen II
Um wen ist’s schlecht bestellt?
Arminia Bielefeld
(und unser aller Lieblingsverein zum Schluß)
Wer machts den Gegnern finster?
Preußen Münster!

Vier mal vier

Es ist eine Freude zu sehen
Wie die Dichtung hier blüht und gedeiht
Wie die Reime hier werden geschwungen
Wie die Verse entstehn voll Elan

Am Samstag ist der SV Wehen
Dem Untergang geweiht
Dann werden die Lieder gesungen
Dann weht dort die preußische Fahn‘

Ist es denn so schwer zu verstehen?
Es ist wieder Preußenzeit
Wenn Preußen den Sieg hat errungen
Freut sich auch der Fußballhahn

Also, auf, ihr Adler! Wir gehen
Nicht mit euch, doch ihr fahrt so weit
Holt die Punkte, und wenns euch gelungen
Macht ne Ehrenrunde auf der Bahn!

Bielefeld

Es sind gute Zeiten
Denn bald schon bereiten
Die Preußen ein Fußballfest
Schwarz-weiß-grün bemalen
Sie ganz Ostwestfalen
Die Adler verlassen das Nest

Arminia zittert
Wenns wieder gewittert
Die Adler, sie fliegen im Sturm
Und hängen, die kühnen,
die schwarz-weiß-grünen
Fahnen an Sparrenburgs Turm

In Straßen und Gassen
Ist förmlich zu fassen
Die Spannung vor diesem Spiel
Ganz Münster ist da
und mit großem Hurra
Erreichen die Adler ihr Ziel

Mit rauschenden Schwingen
Wird’s ihnen gelingen
Der Derbysieg kommt, und der Hund
Wird wieder gesungen
Wenn’s ihnen gelungen
In des Preußenstadions Rund.

Ein Quantum Trost

Die Bootshauskneipe ist verlegt
Auf einen Tag davor
Und mancher hat sich aufgeregt
Darüber, das dies ist geschehn
Über den Tag, der vorgesehn
Als neuerer Termin
Manch Laut der Wut steigt schon empor
Es härmt sich manche Mien’

Schuld sind doch die Aktiven nur
Die allesamt verpeilt
Warn alle ganz neben der Spur
Sind anderswie fast alle fort
Fast alle an demselben Ort
Und habens nicht gesehn
Nun haben sie sich doch beeilt
Am Freitag muß es gehn!

Zwei können auch an dem Tag nicht
Und das ist schade doch
Ein kleiner Trost ist bald in Sicht
Denn der Prälat ist da im Nu
Und Catharina meint dazu
Das sei doch sicherlich
Ein großer Trost zumindest noch –
Darüber freu ich mich 🙂

Für Sophie

Allzeit treu zu Bund und Reich
So lautet Zollerns Wahlspruch hier
Doch manche Birne wurde weich
Nach allzuviel vom kühlen Bier
Und mancher wußt es nicht zu sagen
Was niemals nicht passieren darf
Sollt‘ etwa ich vergebens fragen?
Es kam, doch schwer wars, daher: Gnarf!

Kühl und still liegt drauß die Gasse
Mancher Regentropfen fällt
Wir arbeiten am fünften Fasse
Und zahlen dafür gar kein Geld
Die beste aller Bierfamilien
Hat gestern Zuwachs noch gekriegt
Erfolgreich wie am Ball Brasilien
Weil Qualität doch immer siegt.

So trinken hier die wack’ren Zecher
An Zollernsn schöner Kellerbar
Ganz leer sind noch die Aschenbecher
Weil mehr getrunken als geraucht worden war
Hier ist manch Faß und manche Flasch leer
Die Feier ist noch gut im Gang
Wir trinken sauber wie der Waschbär
Zollern-Breslau lebe lang!

Naturmensch II

Hast Du die Wirklichkeit darin erkannt
Und das Bild im Gedächtnis ganz tief eingebrannt?
Dieses Bild der Natur, dieser großen und wilden
Deren Drang es stets ist, alles neu umzubilden
Ein Bild zu verwerfen, ein neues zu schaffen
So wie ein Krieg mit vernichtenden Waffen
Und wir sind ein Teil einer kleinen Armee
Wie ein Tropfen nur in der tosenden See
Der Mensch ist ein Nichts in der großen Natur
Und auf Dauer verschwinden wir ganz ohne Spur
Und so ist es eben, die Wirklichkeit ist,
Daß die große Natur uns viel schneller vergisst
Als die Berge, die hohen
Als Wolkengestalten
Als feurige Lohen
Als große Gewalten
Als Stürme und Winde
Und uralte Bäume
Die unter der Rinde
Die ewigen Träume
Des Lebens bewahren
Die wir nie erfahren
Zu wenig an Jahren
Um nur einen klaren
Gedanken zu fassen
Uns leiten zu lassen
Und so bleibt in unserem menschlichen Leben
Die Wichtigkeit nur, die einander wir geben
Und das macht den Menschen aus.
Aus!

Naturmensch

Hast Du die Sonne gesehn?
Hast Du den Regen gespürt und den Schnee
An der Nase Dich kitzeln lassen?
Hast Du die Flüsse gesehn,
Reißende Ströme, die wogende See,
Deren Wasser die Welt umfassen?

Hast Du die Wälder gesehn?
Hast Du das Rauschen der Blätter gehört
Und den wispernden Wind in den Zweigen?
Hast Du die Wüsten gesehn,
Wo schon seit Urzeiten niemand gestört
Die Sandkörner in ihrem Reigen?

Hast Du die Wiesen gesehn?
Hast Du gerochen den lockenden Duft,
Der freudig die Luft erfüllet?
Hast Du den Nebel gesehn,
Der in grünen Auen durchwabert die Luft
Und manch Ungesehnes verhüllet?

Hast Du die Wolken gesehn,
Sommertagsweiß oder regennaßgrau
Und in den unglaublichsten Formen?
Hast Du den Himmel gesehn,
Der die Welt überspannt mit dem leuchtenden Blau,
Jenem vollen Blau, jenem enormen?