Für Sophie

Allzeit treu zu Bund und Reich
So lautet Zollerns Wahlspruch hier
Doch manche Birne wurde weich
Nach allzuviel vom kühlen Bier
Und mancher wußt es nicht zu sagen
Was niemals nicht passieren darf
Sollt‘ etwa ich vergebens fragen?
Es kam, doch schwer wars, daher: Gnarf!

Kühl und still liegt drauß die Gasse
Mancher Regentropfen fällt
Wir arbeiten am fünften Fasse
Und zahlen dafür gar kein Geld
Die beste aller Bierfamilien
Hat gestern Zuwachs noch gekriegt
Erfolgreich wie am Ball Brasilien
Weil Qualität doch immer siegt.

So trinken hier die wack’ren Zecher
An Zollernsn schöner Kellerbar
Ganz leer sind noch die Aschenbecher
Weil mehr getrunken als geraucht worden war
Hier ist manch Faß und manche Flasch leer
Die Feier ist noch gut im Gang
Wir trinken sauber wie der Waschbär
Zollern-Breslau lebe lang!

Siebenatz

Dieses Blatt hat unten noch Platz
Für noch ein paar Zeilen, für noch einen Satz
Und weil’s so viel Spaß macht, reim ich jetzt auf Atz
Ich mach mit Elan auf die Reimwörter Hatz
Dann ist das Papier nicht ganz für die Katz
Die vorletzte Zeile gehört einem Spatz
Für sinnloses Reimen gibt’s einen vorn Latz!

Ich zähle bis drölf

Eins ist die erste Zahl
Zwei läßt mir schon die Wahl
Drei ist ganz kurz vor Vier
Vier – ab jetzt gibt es Bier
Fünf ist schon halbwegs rund
Sechs Uhr ist Abendstund
Sieben macht man mit Sand
Acht Finger, vier pro Hand
Nein ist gleich drei mal drei
Zehn hat der Stellen zwei
Elf Freunde müßt ihr sein
Zwölf Uhr – schon Mittag – fein!
Drölf ist schon ziemlich heiter
Ich zähl jetzt nicht mehr weiter.

Meta-XA

Metareimerei, die hat es
Schon vor langer Zeit gegeben
Doch am Ende dieses Blattes
Wartet nicht das ewge Leben
Wartet nur Vergessen, wartet
Quälerei, die nur ausartet
Warum also Reime schreiben?

Reime sind die Kunst der Worte
Reime sind an jedem Orte
Stets willkommen, und die Verse
Die am Ende schließlich der Se-
Kunden Raub sind wohl geworden
Sie bekommen keinen Orden
Paarreim, Kreuzreim, soll’s so bleiben?

Manche Reime sind die guten
Alle andren müssen bluten
Fall’n zum Opfer jener Schere
Die noch öfter nötig wäre
War das sauber? Keinen Schimmer
Hab ich, doch das ist nicht immer
So, da will ich bunt es treiben

Hier geblieben, junger Leser
Der du diese Reime sichtest
Und grad wie ein Herr Verweser
Deine Aufmerksamkeit richtest
Auf all die Imperfektionen
Die dem Werke innewohnen
Daran wollen wir uns reiben

Dies ist kein Gedicht.
Und auf Sicht
Bleibt der Fehler erhalten
Und alles beim alten.

Cartwheeling

Wish I could do that
I am too stiff and too fat
I am too old and to weak
But even at my physical peak
I could not do it
Yes, it is true, it
Has never been a strength of mine
Cartwheeling? I must decline

I bet I would crack my spine
If I tried it, or break my arm
Or both. Only bodily harm
Can come to me from it
I am simply not fit
There are other things for me to shine
But I have this feeling
I will never go cartwheeling

Wheelbarrowing

I am wheelbarrowing a load of cement
I have no idea where the other one went
To the hole, to the hole in the ground I was sent
Though I cannot be certain what that really meant
So I am struggling uphill with my load of cement
And the path that goes up there is curvy and bent
There is time for my innermost anger to vent
To find serenity and my sins to repent