Die Fliege

Während ich beim Frühstück auf dem Balkon sitze (jawohl, Sommer!), landet gerade eine große Fliege auf der Brüstung, in einem sonnenbeleuchteten Fleck. Fällt auf den Rücken, dreht sich summend einige Sekunden im Kreis, dann streckt sie die Beine in den Himmel und regt sich nicht mehr. Ich denke schon, sie ist spontan gestorben, als sie plötzlich wieder zu zappeln beginnt, sich weiter auf dem Rücken liegend fortbewegt, bis sie über die Brüstung in den Hof kippt und fällt. Einnen Sekundenbruchteil später sehe ich sie davonfliegen. Was für eine verrückte Fliege!

Nebeneffekt der Aktion: Ich habe gerade festgestellt, dass ich um diese Zeit doch direkte Sonne auf dem Balkon habe. Bald wird die Sonne hinter den Häusern verschwunden sein, und ich bekomme nur noch indirekte Sonne von den umliegenden Häusern.

Schöner Sommertag 🙂

April, April!

Ha, jetzt hatte ich schon gedacht, dass ich heute gar keinen Aprilscherz abbekommen würde, aber einer hat es doch geschafft, mich einen Moment glauben zu lassen, das könnte ernst gemeint sein. Chapeau, lieber David 🙂 Davon abgesehen waren heute nur die üblichen Verdächtigen am Werk, die schnell durchschaubar waren.

Ich habe wieder einige Tage nichts geschrieben, aber das macht nichts. Die Fastenzeit ist ja nun fast vorbei, und ich habe heute, einige Tage zu früh, mein Smartphone wieder eingeschaltet, um schon einmal alle Updates zu installieren und mich wieder ein bisschen einzugewöhnen, bevor es am Samstagmorgen nach London geht. Und die Kommunikation mit einigen Leuten gestaltet sich mit dem gerät doch als einfacher 🙂 Facebook bleibt noch bis Samstag dicht, soviel ist sicher.

Und viel mehr wollte ich gar nicht sagen. Ich bin heute etwas kränklich, etwas wackelig irgendwie, daher war der Tag eher nicht so aktiv, aber das kommt schonmal vor. ist auch ein komisches Wetter in diesen Tagen. ich habe jedenfalls keine Lust, mir vor London noch irgendeinen Infekt zu holen. Also heute mal früh ins Bett.

Gute Nacht, Welt 🙂

Fußball, Feiern, Fernverkehr

Heute also eine Zugreise. Dass ich heute fahren würde, war schon lange klar, so seit Oktober, weil mein lieber Bundesbruder Frank da zu seiner Geburtstagsfeier geladen hatte. Und so habe ich schon vor Monaten ein Ticket Richtung Taunus gebucht, über Frankfurt eben, und das war soweit auch alles gut.

Und dann fiel mir die tage auf, dass ja heute meine lieben Preußen beim SV Wehen-Wiesbaden spielen, und ich dachte mir, wenn ich sowieso schon in der gegend herumturne, müsste man das doch kombinieren können. Gesagt, getan, neue Fahrkarte gekauft, mit ausführlichem Zwischenhalt in Wiesbaden. Kostete auch gar nicht so viel, wenn man bedenkt, dass ich erst drei Tage vorher gebucht habe. Die alte Fahrkarte habe ich nicht zurückgegeben, denn Stornogebühren und Neubuchung der Rückfahrt hätten mehr gekostet, als sie einfach so zu lassen und die Rückfhrt zu benutzen.

Und nun sitze ich ICE, schon kurz vor Mainz, im Mittelrheintal, genieße die Sonne, surfe ein wenig im Netz (Hotspotflat ist was Tolles) und freue mich auf das Fußballspiel und die feier heute abend. Wobei das Fußballspiel auch weniger lustig sein könnte, wenn man bedenkt, wie Preußen sich auswärts meist schlägt. Andererseits haben sie beim letzten Ausswärtsspiel, bei dem ich war (Hinspiel beim VfB Stuttgart II) deutlich mit 3:0 gewonnen, und das war ach mein Tipp. ich habe denselben Tipp für heute wieder abgegeben, vielleicht hilft es.

Am Donnerstag ist mir übrigens auch aufgefallen, was mir wirklich fehlt ohne Smartphone: Die Kamera. ich habe keine weitere Kamera und kann derzeit keine Fotos mehr machen. Vielleicht borge ich mir mal die alte Digicam von Mutter aus – das war meine, bis ich sie nicht mehr zu brauchen glaubte und sie ihr überlassen habe.

Und natürlich wird das heute die eine wesentliche Gelegenheit in der Fastenzeit, bei der mein Alkoholvorsatz ernsthaft auf die Probe gestellt wird, denn beim Fußball und bei Geburtstagsfeiern pflege ich noormalerweise das eine oder andere Bier zu trinken (oder beide). Ich bleibe tapfer.

Die dunkle Seite des Schnees

Na, so richtig gehalten hat der Schnee nicht. Das  heißt, auf den Wiesen im Park liegt noch eine weiße Decke, aber die Temperaturen waren nicht freundlich zur weißen Pracht. Hier vor meiner Tür sind nur noch ein paar Reste in den Blumenrabatten zu erkennen, und vorhin beim Laufen im Bunten Garten waren viele Wege purer Matsch, und der Schnee auf den Wiesen zum Teil ebenso (und ich habe mir tatsächlich nasse Füße geholt).

Das hat vor allem unangenehme Konsequenzen für die nächsten Tage. Erfahrungsgemäß ist das, was im Moment läuft, furchtbar für die Fahrradwege. Schnee, festgetreten, oder die Reste davon, angeschmolzen, draufgeregnet, über Nacht vielleicht wieder gefroren – das Radfahren wird vermutlich erstmal nicht so lustig sein, jedenfalls auf den Wegen, auf denen ich meist fahre – die sind nämlich vermutlich nicht geräumt. Das war auch ein Grund, warum ich heute Laufen war und nicht Radfahren. Aber im Grunde wünsche ich mir jetzt eins von zwei Dingen: Entweder es wird wieder richtig kalt und bleibt eine Weile so (das entspannt die Lage erfahrungsgemäß ein wenig), oder es wird ordentlich warm, so dass die Wege schnell wieder frei sind.

Wie es auch kommt: Morgen, am Montag, habe ich eh keine Zeit, um mit dem Rad nach Hause zu fahren (abgesehen von den Kurzstrecken vom und zum Bahnhof), und bis Dienstag habe ich dann zumindest eine Ahnung, wie es allgemein aussieht. Denn am Dienstag, nach der Lehrerkonferenz, sollten dann die nächsten 20 Kilometer auf der Leeze folgen.

Auf geht’s.

Der zweite Schnee

Der erste Schnee eines Winters ist ja immer schön – aber diesen Winter war er kaum der Rede wert. Etwas Schnee fiel, er blieb einen Tag liegen, danach waren es nur noch Reste an einigen Ecken. Seitdem gab es Regen, Kälte, aber keinen Schnee. Ich sagte die Tage noch zu einer Freundin, dass ich bezweifelte, dass überhaupt noch welcher kommen würde in diesem Winter.

Irrtum! Vorhin öffnete ich die Rolläden im Schlafzimmer und sah den Schnee fallen, sah Weiß draußen, sah auch Weiß vorne auf der Straße. Wenn ich mich nicht gerade für eine morgendliche Ruderpartie umgezogen hätte, wäre ich vielleicht gleich rausgegangen – so habe ich die Ruderei zuerst erledigt, dabei noch etwas Django Unchained geschaut und mich über den Schnee gefreut, der drau0en weiter fiel und immer noch leise fällt.

Jetzt also ab unter die Dusche und ab nach draußen, bevor der Publikumsansturm am Samstag den Schnee völlig erledigt. Ich hoffe, bei euch schneit es auch – genießt es, solange es hält.

Übrigens: Zum Schnee habe ich schon ein paar Reimwerke in diesem Blog veröffentlicht – vor langer Zeit: